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Die hier aufgeführte Bauanleitung habe ich aus "Funk 03 2003"

 

Wer eine gute und sogar wetterfeste vertikale 70-cm-Antenne braucht, der kann sich die inner­halb von einer Stunde selbst bauen. Das Material dafür ist überall erhältlich und kostet, wenn man von der meist in jeder Bastelkiste vorhandenen Koaxbuchse absieht, nur einmal Dosenpfand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herrichten des Sperrtopfs 

Halbliterdosen bestehen heute meist aus Aluminium und nur noch selten aus Weißblech. Alu ist trotz des nur sehr dünnen Bleches wegen der besseren Leitfähigkeit und aus Kor­rosionsgründen sowie­so die bessere Wahl. Man entfernt den Deckel bis auf einen schmalen Rand. Das geht ganz einfach, indem man Stück für Stück mit einer Flachzange herausbricht und den Grat anschließend mit einer Halbrundfeile glättet. In den Boden wird mit der Reibahle mittig ein Loch entsprechend dem Durchmesser der  verwendeten Koaxbuchse (N, BNC oder UHF), sowie ein kleines in den Rand zum Ablaufen von Kondenswasser gebohrt. Die vier kleinen Löcher für die Blechschrauben sticht man durch die Bohrun­gen im Flansch der angelegten Buchse mit einer Reißnadel oder Ahle vor.  

 

Der Strahler

Von einem Kleiderbügel aus der chemi­schen Reinigung werden 49 cm des zähen, verzinkten Drahtes gebraucht. Dazu muss man außer dem unteren langen Stück noch eine Ecke hinzunehmen und diese geradebiegen. Der 2,2-mm-Draht wird senkrecht auf den Seelen-Kontakt der Koaxbuchse gelötet.  

 

Der Deckel

Mit dem Kreisschneider oder der Laubsäge fertigt man eine runde Scheibe mit 51 mm Durchmesser aus 5-6 mm starkem Plexiglas oder einem anderen HF-geeigneten Iso­lierstoff an. Die zentrale Bohrung sollte 3-4 mm sein (z. B. 4 mm bei üblichen Kreisschneidern). Wer hier mechanische Probleme sieht, kaufe sich Baumarkt einen Abschlussdeckel für 50-mm Regenrohre aus grauem Hart-PVC (0.59 Der passt stramm in die Getränkedose. wenn man deren Deckel komplett entfernt. Keine Bange: Hart-PVC ist besser als sein Ruf. Bei einer mit 40 Watt längere Zeit belasteten Antenne traten keine Wärmeverluste auf!  

 

  

So wird der Dosendeckel entfernt...

...und mit einem runden Stück Plexiglas o.ä. wieder abgedeckt

Mann kann anstelle des selbst- gefertigtem Plexiglasdeckels auch einen fertigen Abschlussdeckel aus dem 50-mm Regenrohrprogramm nehmen 
 
 
                     

Die Montage

Die Koaxbuchse mit angelötetem Draht schraubt man von unten mit der Dose. Die vier Blechschrauben dabei nicht zu stark anziehen! Nun in den oberen Dosenrand ringsum etwas UHU-plus geben. Der oben aufgeschobene Deckel wird damit festgeklebt und gleichzeitig abgedichtet. Mit dem Zweikomponentenkleber verschließt man auch gleich das Mittelloch zwischen Deckel und Draht. Nach dem Aushärten ist die Antenne fertig und erhält an der Spitze noch ein Sicherheitskugel (z. B. ein Stück lsolatioa aus RG-2l3 oder einen Tropfen Heißleim). Ist die Antenne nicht dauernd der Witterung ausgesetzt, kann man die Verklebung und Abdichtung auch mit der Heißleim-Klebepistole vornehmen.

Abgleich und Ergebnisse

Mit den angegebenen Materialien und Maßen die Sperrtopfantenne bei 431,5 MHz Relaiseingabe) ein SWR von 1,05 auf, am oberen Bandende ein immer noch gutes von 1.3 mit Klebeband oder einem Kabelbinder befestigt man das untere Sperrtopfende an einem Maststummel. Die Ergebnisse im prakti­schen Betrieb können sich sehen lassen. Die Antenne ist einer X/4-GP um rund eine S-Stufe­ überlegen. Auch die Wetterfestigkeit dieser Selbstbauantenne ist ausreichend. Der unten überkrakende Dosenrand schützt recht gut Buchse und Koaxkabelstecker. Eine gewisse Schwach- stelle ist die Verzinkung des Kleiderbügel­drahtes. Abhilfe gegen Rost schafft gegebenenfalls, ab und zu etwas Fett aufzu­bringen oder besser gleich 3-mm-Messingrohr (Baumarkt) zu verwenden.

Vorgebohrter Dosenboden...        ...mit eingebauter Koaxbuchse

Nachbausicherheit

Es wurden fünf Antennen in geringfügig un­terschiedlicher Konstruktion gebaut. Sie funktionierten alle auf Anhieb und beein­druckten durch sehr gute Mess- und Betriebs­daten. Geschickte Bastler bauen die Antenne in weniger als einer Stunde zusammen. Sie eignet sich gut als Projekt flur die Jugendarbeit oder flur den OV-Bastelabend (wenn es so etwas noch gibt), allein schon wegen der geringen  Kosten. Schade ist nur, dass man die Dosen vorher leeren muss und somit nicht mit dem Inhalt den Bauerfolg „begießen“ kann.

 

(Quelle funk 03. 2003)

 

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